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3 Tipps um deine Canicross-Lauftechnik nachhaltig zu verbessern

How to: Run Canicross

 Wenn man ein bisschen herumfragt welche Dinge man braucht um gut im Canicross laufen zu können, dann wird einem sofort das „Eigentraining“ an den Kopf geworfen. Ja – ich muss mich selbst trainieren, dann werde ich als Sportler/in besser und somit kann ich dann auch mit meinem Hund besser im Zug laufen. Je nachdem welchen Hund ich habe, wird mich „nur auf Zug laufen“ entweder einfach nicht weiterbringen oder im schlimmsten Fall zu Verletzungen führen. Ein großer Teil dieses Eigentrainings sollte – ihr ahnt es schon – aus Laufen bestehen. Langsame Läufe, Tempoläufe, Sprinteinheiten und Intervalle gehören da dazu. Krafttraining, „Core-Stability“ ist für die meisten auch noch ein Begriff. Ja, auch das sollte man regelmäßig einbauen. Aber abgesehen davon, welche Dinge können mir außerdem weiterhelfen? Ich habe hier drei Punkte für euch zusammengefasst:


Keine Gnade für die Wade

 Wie bereits erwähnt ist den meisten Läufern das „Core-Training“ (also die Übungen für den Rumpf) ein Begriff. Viel weniger machen aber auch Training für die Oberschenkel (Kniebeugen, Ausfallschritte, etc.) und ganz wenige machen auch gezieltes Training für die Unterschenkel. Dazu gehört einerseits die „Wade“ (also „Gastrocnemius“ und „Soleus“- wer die Begriffe googlen möchte), andererseits aber auch die Gegenspieler wie den vorderen Schienbeinmuskel („Tibialis anterior“) oder viele andere kleinere Muskeln die wir auch brauchen um stabil auf unseren Füßen zu stehen, gehen oder eben laufen. Also – Hand aufs Herz, wer hat schon mal bewusst den „Tibialis anterior“ trainiert? Wer trainiert regelmäßig die Muskulatur der Fußsohle? Eine Trainingsmethode um wirklich starke Unterschenkel zu bekommen, die der Belastung eines zugstarken Hundes gewachsen sind ist Seilspringen. Beidbeinig, einbeinig, „Double Unders“ und was es noch alles gibt. Cardio-Workout inklusive.


Bremsen auf

Ich sehe immer wieder Läuferinnen (es sind hier tatsächlich eher die Damen), die ihren Hund bewusst bremsen wollen. Manchmal aus Angst vor der Geschwindigkeit, davor „umzuknicken“ oder einfach auch weil es sehr anstrengend ist schnell zu laufen. Aber hinten dran zu hängen wie ein Kartoffelsack und es dem Hund möglichst schwer zu machen, bringt euch als Team auch nicht weiter. Früher oder später wird es deinen Hund frustrieren und er nimmt sich aus dem Zug oder gibt dir zumindest nicht mehr 100% bei der Arbeit. Dann darfst du dich nicht wundern, wenn er bergauf auf keine 100% gibt und dich da „im Regen stehen“ lässt. Für dich als Läufer ist dieses Ausbremsen auch alles andere als ideal. Die Belastung auf die Gelenke steigt und du hast weniger Kontrolle über deine Schritte. Da jeder einzelne Schritt viel länger dauert (lange Bodenkontaktzeit) ist das Risiko des Umknickens sogar höher, als wenn du mit schnelleren, kleineren Schritten läufst. Also – traut euch! Macht zuerst alleine Lauftraining in schnellerem Tempo. Baut Steigerungsläufe und kurze Sprints ein, dann werdet ihr euch auch bei einem höheren Tempo mit Hund wohlfühlen.

 


Die Schrittfrequenz

Mein letzter Punkt: arbeitet an eurer Schrittfrequenz. Ich habe es oben bereits kurz erwähnt: schnelle, kleinere Schritte sind sicherer als große, lange Schritte. „Ja aber“ werdet ihr sagen, „wenn ich schneller laufen will, muss ich doch größere Schritte machen“. Ja richtig, aber zuerst arbeiten wir an der Schrittfrequenz. Eine hohe Schrittfrequenz (um die 170-180 Schritte pro Minute) kann viele kleinere und größere Fehler bereits in der Lauftechnik ausbügeln. Es ist einfach nicht genug „Zeit für Blödsinn“ vorhanden. Wenn das mit der Schrittfrequenz klappt, arbeiten wir an der Schrittlänge, sprich am Tempo. Was brauchen wir dafür? Ihr ahnt es vielleicht schon - Krafttraining. Diesmal z.B. im „Gluteus“ - der Muskulatur des Hinterns, die mithilft unseren Körper zu strecken.


Nur wenn man selbst fit genug ist, um mit dem eigenen Hund zu laufen, wird man als Team Freude an diesem Sport haben. Das mag für jedes Team etwas völlig anderes bedeuten. Vom kleinen Jack Russell Terrier bis hin zum spezialisierten Hound. Man muss als Team zusammenfinden und dafür gibt es sehr viele, sehr schöne Wege.

Trailsports?

Ein Trail ist ein schmaler Pfad, meistens in einem Wald oder in den Bergen. Dort kann man allerhand Dinge tun - laufen, biken, mit dem Hund spazieren oder gar mit dem Hund gemeinsam Sport betreiben - Zughundesport!

 

All diese Dinge liebe ich und würde am liebsten den ganzen Tag im Freien verbringen um dann nach Hause zu kommen und gemütlich auf der Couch zu kuscheln, mit meinen Hunden und einer heißen Tasse Kakao.

 

Wenn dich "the great Outdoors" genauso faszinieren wie mich, dann bist du hier genau richtig. "Adventure begins at the end of the roads you know".